Abschlusswanderung

Endlich war es wieder einmal so weit. Zwei Guides haben es bis zur ersten Klasse geschafft und an der Abschlusswanderung teilgenommen. Wie es den beiden dabei ergangen ist, erfahrt ihr in ihren Berichten:

Schon am Tag vor meiner 1. Klasse Abschlusswanderung staunte ich nicht schlecht über das schwere Gepäck. Aber am nächsten Tag kurz vor acht Uhr musste ich mich noch mehr wundern, als Georg Agnes und mir ein Papierticket für ein Schließfach am Hauptbahnhof in die Hand drückte. Ganz verdattert sahen wir uns an. Zusätzlich gab er uns noch ein Erste-Hilfetascherl und ein Funkgerät, da im Zielgebiet der Handyempfang gestört war. Seine letzten Worte waren noch: „Wir sehen uns im Zielgebiet!“
Zum Glück kannte sich Agnes in Ebelsberg aus und so wusste sie, mit welcher Straßenbahn wir zum Hauptbahnhof kommen. Dort angekommen, zogen wir doch einige Blicke auf uns, da wir ja in der Pfadfinderuniform bepackt mit den großen Rucksäcken unterwegs waren. Nach ein wenig Herumgesuche fragten wir schließlich am Info-Point, wo denn die Schließfächer wären. Im Schließfach 8 erwartete uns dann die nächste Aufgabe. Ein Säckchen mit einem Foto eines Mistkübels in Windischgarsten und die Erklärung, wie man ein Bahnticket am Automaten kauft, lagen darin.
Wir kauften uns also das Ticket, suchten uns den richtigen Zug und begaben uns auf die eineinhalb-stündige Reise. Während dieser Fahrt hatten wir genug Zeit, darüber zu spekulieren, was uns noch weiter erwarten würde. Irgendwie machte sich jetzt doch ein etwas mulmiges Gefühl bemerkbar. In Windischgarsten angekommen, suchten wir nach dem abgebildeten Mülleimer, durchwühlten zuerst den falschen – wir ernteten zwar einige verwunderte Blicke, aber als Pfadfinder ist scheinbar alles erlaubt –

Laura


Doch schließlich entdeckten wir Dixo und wir konnten die Zettel die unten drauf klebten entfernen. In der Klarsichthülle fanden Laura und ich 2 Landkarten (eine mit eigenartigen Buchstaben) und ein Rätsel. Durch entfernen der Lösungsbuchstaben wussten wir nun das Ziel der Wanderung: Steyrsteg Biwakplatz. Zielstrebig machten wir uns mit Karte und Kompass auf den Weg.

Schon jetzt drückte mich der Rucksack. Vollbeladen mit Schlafsack, Unterlagsmatte und Gewand war das Wandern noch anstrengender.

Nochmals erkundigten wir uns, welchen Weg wir einschlagen sollen. Wir versuchten den Herrn so gut wie möglich zu verstehen, denn er redete in einem uns unbekannten Dialekt. Außerdem meinte der Mann, dass es noch 5-6 Stunden dauern könnte, bis wir am Biwakplatz ankommen würden und es war schon fast 15 Uhr.

Zwischendurch funkten wir mit dem Funkgerät. Die Verbindung wurde immer besser. Zuerst hörten wir nur ein Rauschen, dann schon einige Wortfetzen und schließlich ganze Sätze der Leiter. Sie hatten schon Hunger. Doch wir wussten, dass wir nur noch ein kleines Stückchen vor uns hatten, also beeilten wir uns. Ganz erschöpft kamen wir am Biwakplatz an.

Agnes


Und da einem bei so einer Abschlusswanderung, die nur ganz wenig Kinder durchführen dürfen, nichts geschenkt wird, mussten wir dann erst noch unser Zelt aufbauen, das Holz fürs Abendessen hacken und dann noch kochen. Zum Glück war Chrisi bereits so hungrig nach der ganzen Warterei, dass er uns zumindest beim Kochen half.

Laura


Am nächsten Tag frühstückten wir, putzten uns die Zähne, zerlegten die Zelte, packten alles zusammen und schon machten wir uns auf den Nach-Hause-Weg.

Agnes

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